Yoga Zuhause: Hilfsmittel, Tipps und Youtube Yoga

Abhängig davon, wie fortgeschritten deine Yogapraxis ist, ist Yoga Zuhause entweder empfehlenswert oder nicht.

Yoga Zuhause für Fortgeschrittene

Wenn du regelmäßig in einer Gruppe mit Yogalehrer praktiziert hast und deine Yogapraxis fortgeschritten ist könnte sich bei dir das Bedürfnis einstellen alleine zu praktizieren. So war es bei mir. Erst habe ich die Gruppendynamik gebraucht. Irgendwann habe ich mich aber nach einem Rückzug gesehnt und gehe jetzt nurnoch zweimal die Woche zu meinen Lehrern. Dort lerne ich Neues und setze es mit meiner bisherigen Erfahrung in meinem Zuhause um.

Wenn du Yoga Zuhause praktizieren willst empfehle ich dir für eine sichere Praxis das ein oder andere Hilfsmittel.

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Yoga Zuhause: Hilfsmittel

  • Yogamatte: Ich besitze zwei simple Yogamatten. Sie sind alt und nicht mehr besonders hübsch, aber sie sind ausreichend. Ich finde den Yogamatten Hype übertrieben und wenn ich daran denke, wie bescheiden große Yogis praktizieren, muss ich innerlich über unsere Ansprüche schmunzeln. Ich besitze zwei ASANA MATS. Die ASANA MAT ist aus PVC, hat einen unschlagbaren Preis und ist leicht zu transportieren. Am Anfang ist sie etwas rutschig, aber mit intensiver Praxis wird sie grifffest.
  • Yogagurt: Ein verstellbarer Yogagurt ist nicht nur hilfreich für Yogis, die nicht flexibel sind. Die Bänder sind auch ideal für die Vorbereitung von Vorderarmstand, Crow oder Handstand. Außerdem verbessern sie deine Körperhaltung.
  • Yogablock: Ein Yogablock ist das dritte Tool, das ich jedem Yogi für seine Yoga Praxis im Eigenheim empfehlen würde. Er ist sowohl für flexible Yogis hilfreich, da er Dehnungen vertiefen kann. Aber auch weniger flexible Yogis können mit den Blöcken die Dehnung in der richtigen Körperhaltung anpassen. Zudem helfen die Blöcke die Körperhaltung zu verbessern. Sie können die Meditation für diejenigen erleichtern, die während der Meditation Schmerzen durch die Sitzposition bekommen. Die Blöcke gibt es in Kork, Bambus oder aus weichem Schaumstoff. Ich bevorzuge Kork, da es ein Naturprodukt ist und sich stabil anfühlt.

Yoga Zuhause: Tipps

Wenn du dich entschliesst deine Asana Praxis von der Gruppenklasse ins Eigenheim zu verlagern gibt es – neben den Tools – weitere Tipps, die dir deine Praxis erleichtern werden.

  • Ambiente: Ein passendes Ambiente kann viel ausmachen. Stelle sicher, dass du genug Raum hast, keine mobilen Geräte dich ablenken und das Licht für dich angenehm ist. Ich persönlich praktiziere gerne zu Mantren und zünde mir ein Räucherstäbchen an. Und vor allem informiere ich die Menschen, die in meinem Haushalt leben, dass ich für 1,5 Stunden nicht erreichbar bin.
  • Vorbereitung: Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder du hast einen Flow im Kopf und kannst ihn ohne nachzudenken praktizieren. Alternativ bereitest du die Yoga Sequenz vorher vor und prägst sie dir ein. Eine meditative Sequenz ist erst dann möglich, wenn du dir über den Ablauf keine Gedanken machen musst. Habt ihr schon etwas von Vinyasa Krama gehört? Es ist wichtig für den Effekt eurer Praxis, dass die Übergänge zwischen euren Asanas „fliessen“ und Sinn machen.
  • Equipment: Stelle dein Equipment bereit. Mein Yogalehrer sagt immer: „Never be too cool to use a tool“. Deine Flexibilität und Körperhaltung ist häufig tagesformabhängig. Somit sollten die Tools in Griffnähe sein, damit du deine Praxis nicht unterbrechen musst.

Yoga Zuhause für Anfänger

Auch wenn Youtube Yoga sich verlockend anhört: Ich bin kein Freund davon, insbesondere nicht für Anfänger. Ein Yoga Anfänger bekommt durch die Yoga Videos oft nur ein nettes Workout, ihm bleibt der wahre Effekt von Yoga jedoch verborgen. Gehe als Anfänger aus folgenden Gründen besser in ein Studio.

Verletzungsgefahr

Viele Anfänger und Mediumlevel-Schüler der Asanapraxis führen die Übungen falsch aus. Der Lehrer ist nicht vor Ort, um deine Asanas zu verbessern, wie es in einem Yogastudio der Fall wäre. Das Verletzungsrisiko erhöht sich damit und gerade am Anfang können in noch minderen Fällen Schmerzen im unteren Rücken oder Handgelenkprobleme entstehen.

Präsenz

Als Anfänger wirst du ständig auf einen Bildschirm starren, um zu sehen was dein Lehrer macht. Jede Art von elektronischem Gerät hat nichts zu suchen im Yoga. Yoga ist eine der wenigen Zeiten, in der wir in uns kehren und uns von unseren mobilen Geräten bewusst abwenden. Schaust du ständig auf deinen Bildschirm wird es schwer für dich präsent zu bleiben.

Gruppendynamik

Der Gang in ein Yogastudio kann gerade am Anfang die Leidenschaft für Yoga erwecken. Die Gruppendynamik durch das gemeinsame Mantrasingen und Om zur Eröffnung und zum Abschluss jeder Yogastunde ist stark. Sogar das gemeinsame bewusste Atmen und die Asanapraxis stellt eine Verbindung zueinander her und die vom Lehrer vermittelte Philosophie stärkt die egofreie Intention der Praktizierenden. Irgendwann ist die Gruppe nicht mehr ausschlaggebend, aber gerade am Anfang tut die Community einiges für deinen Fortschritt.

Umgebung und Stimmung

Die Umgebung und Stimmung zählt in der Yogapraxis. Ein gutes Yogastudio sorgt am Anfang für die richtige Stimmung, sodass du dich auf das Yoga einlassen kannst. Räucherstäbchen, Mantra und ein meditativer Einstieg lassen dich erst verstehen, was Yoga unabhängig von einem fitten Körper für dich tut. Die meisten (nicht alle) Youtube Channels sind rein körperlich motiviert.

Hast du weitere Tipps für Yoga Zuhause? Ich freue mich auf deine Vorschläge und Anregungen. Schreibe mir gerne eine E-Mail oder kommentiere diesen Beitrag.

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