Weihnachtsgedanken Teil 3: Reinheit kultivieren vs. kulinarischer Exzess

In der Weihnachtszeit wird bei uns Zuhause geschlemmt. Zugegeben fühlte ich mich heute nicht ganz so „yogisch“, als ich mich nach meiner Yogapraxis dem Weihnachtsstollen und den Weihnachtsplätzchen widmete. Tatsächlich macht das gemeinsame Essen aber auch einen Teil meiner Weihnachtsfreuden aus.

Im Teil drei meiner Weihnachtsgedanken setze ich mich mit der yogischen Sicht auf das große Schlemmen auseinander: Wenn man als Yogi anstrebt durch innere und äußere Praxis Reinheit zu kultivieren, sind Asana, kombiniert mit Plätzchen und Käsefondue dann okay?

Saucha: Was ist das?

Saucha betrifft die interne und externe Reinheit des Yogis: Praktiken aus der Yogalehre, um diese Reinheit zu kultivieren sind Asana, Pranayama, aber auch Ernährung und das Loslassen von negativen Gedanken. Als Yogi lernst du nach und nach, bewusster mit deinem Körper und deinen Gedanken umzugehen. Viele Yogis reduzieren den Alkoholkonsum, schlechte oder maßlose Ernährung und hören sogar auf zu Rauchen. Das Gefühl, sich selbst zu stärken, wird häufig von alleine etabliert.

Meine Saucha Praxis

Interne und externe Reinigung sind mir sehr wichtig, da sie zusammenhängen. Wenn ich mich schlecht ernähre, viel Alkohol trinke und meinen Körper nicht bewege, wirkt sich das auf meinen Geist aus.

Alkohol trinke ich mittlerweile sehr selten und als Vegetarierin achte ich auf ausreichende Nährstoffzufuhr. Trotzdem gebe ich zu, ich liebe es zu naschen. Schokolade. Ich weiß, dass ein reiner Körper in unserer Verantwortung steht, aber die Nascherei, die gehört irgendwie zu mir. Nun kann man mich als unyogisch verurteilen, allerdings nicht als Freund von Extremen. Wie viele Clean Eater habe ich getroffen, die nun wieder regelmäßig Junkfood essen? Für mich funktionieren keine Verbote, für mich funktioniert dagegen ein achtsamer Lifestyle.

Saucha in der Weihnachtszeit

Ich praktiziere in der Weihnachtszeit genauso täglich Yoga wie zum Rest des Jahres und auch meine Essgewohnheiten sind dieselben. Ich genieße mit Achtsamkeit und ohne schlechtes Gewissen Weihnachtsgebäck, Plätzchen, gebrannte Mandeln und Käsefondue.

Für mich funktionieren keine Verbote, für mich funktioniert dagegen ein achtsamer Lifestyle.

Es ist wichtig den eigenen Körper zu verstehen und zu respektieren. Wenn du in deiner Yogapraxis viel von deinem Körper verlangst, dann musst du ihm etwas zurückgeben und das passiert unter anderem durch eine gesunde Ernährung. Trotzdem tust du dir auch keinen Gefallen, indem du dir kleine „Sünden“ verbietest. Lerne deine eigenen Regeln aufzustellen. Wenn du das ganze Jahr sehr achtsam isst und an Weihnachten, Ostern und deinem Geburtstag die Sau rauslässt, dann bist du mit deinem Lebensstil vielleicht noch nicht ganz im Reinen.

Sei im restlichen Jahr weniger streng mit dir, sodass du keine „Yoga Ausnahmen“ zu gegebenen Feiertagen im Jahr einlegen musst. Yoga ist ein Lifestyle, kein Job von dem du dir freinimmst. Etabliere deine eigene Yogapraxis, die sich zu jeder Zeit des Jahres nach dir anfühlt.

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