Weihnachtsgedanken Teil 2: Zufriedenheit zum Jahresende

Viele Yogis und Nicht-Yogis sind bereits in der Vorweihnachtszeit über das „gezwungene“ Geschenke kaufen, mehrtägige Zusammenkommen und das Grübeln über Erfolge und Misserfolge am Jahresende genervt. Anstatt die Zeit und Ruhe zu nutzen, können sie den Alltag und die Ablenkung im neuen Jahr kaum erwarten. Dabei kann die Weihnachtszeit eine Zeit für Reflektion und Meditation darstellen. Du kannst sie als Kraftquelle für das neue Jahr nutzen und Santosa in dein Leben integrieren.

Nutze die Spiritualität der Weihnachtszeit, um deinen Geist zu stabilisieren.

Santosa ist ein Teil der Niyamas, der persönlichen Verhaltensregeln, um dem Yogi auf seinem yogischen Pfad zu unterstützen. Es bedeutet Zufriedenheit, die unabhängig von äußeren Umständen und Gegebenheiten besteht. Diese Zufriedenheit ist die Einsicht, dass du gewisse Dinge nicht kontrollieren kannst und du mit Santosa, einer Art Grundzufriedenheit, Stabilität in den Sturm des Lebens bringst.

Meine Annäherung zu yogischer Zufriedenheit

Wenn es eine Sache gibt, die Yogis, als auch Nicht-Yogis schwer fällt, ist es Zufriedenheit, unabhängig von äußeren Umständen. Ich zum Beispiel reagiere oft impulsiv auf die Höhen und Tiefen des Lebens: Sobald emotional aufwühlende Dinge in meinem Leben passieren fällt es mir schwer in meiner Mitte zu bleiben. Deswegen stehe ich auf meiner Yogamatte und versuche dann das Gelernte auf mein Leben anzuwenden. Denn was bringt dir eine regelmäßige Yogapraxis, wenn du sie nicht im Alltag integrieren kannst? Erst wenn Santosa ein konstanter Zustand in deinem Leben ist, wirst du der Achterbahn des Lebens nicht mehr ungeschützt ausgesetzt sein.

Santosa in der Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit kann für viele Yogis eine echte Herausforderung werden. Insbesondere dann, wenn äußere Umstände ihre Zufriedenheit beherrschen. Drei Dinge können Santosa in der Weihnachtszeit prüfen.

  • Deine Reflektion über das vergangene Jahr, wenn Dinge nicht so gelaufen sind, wie du dir gewünscht hättest.
  • Das Zusammenkommen mit der Familie, wenn die Beziehung zur Familie belastet ist.
  • Die erschwerte Verdrängung von Dingen, die dich im Alltag belasten.

Wenn wir Yoga nicht nur auf der Yogamatte praktizieren sehen wir in herausfordernden Situationen Möglichkeiten alte Gewohnheiten und Verhaltensmuster abzulegen und die Yogaphilosophie in unseren Alltag zu integrieren. Siehe die Weihnachtszeit als einen Test deiner authentischen Yogapraxis und probiere Folgendes:

  • Erwartungen: Es ist einfach, die innere Mitte zu verlieren, wenn du deine Zufriedenheit von äußeren Umständen abhängig machst. Daher ist es wichtig die Erwartungen an das Weihnachtsfest und die Gesellschaft bescheiden zu halten. Ob deine Erwartungen erfüllt werden liegt nicht in deiner Hand.
  • Präsenz: Wenn du versuchst präsent zu bleiben, erlaubst du dir Dinge, die dich aufwühlen, ruhen zu lassen. Die Vergangenheit lässt sich nicht kontrollieren. Erst so kannst du das Hier und Jetzt genießen.
  • Raum: Auch wenn die Weihnachtszeit der Familie gewidmet ist, kann dir niemand deinen Raum nehmen. Erlaube dir, Yoga zu praktizieren, einen Spaziergang zu machen oder zu meditieren und schaffe einen Rückzugsort, in dem du bewusst das vergangene Jahr reflektierst.
  • Dankbarkeit: Schenke dir selbst ein Dankbarkeits-Journal, in dem du jeden Morgen fünf Dinge aufschreibst, für die du dankbar bist.

Hast du Rituale, die du während der Weihnachtszeit praktizierst, um dich zu stärken und deinen Geist zu stabilisieren? Ich freue mich über deine Ideen in den Kommentaren.

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