Fünf Tipps wie deine Yogapraxis mehr als ein Workout wird

Viele starten ihre Yogapraxis mit dem Ziel fitter zu werden. So war es auf jeden Fall bei mir. Vinyasa Flow war für mich erstmal ein guter Mix aus Ausdauer, Kraft und Flexiblität und somit ein gutes Fitness Programm.
Fit wurde ich allemal. Mit der Zeit tauchte ich aber auch in eine Welt ein, in der meine Fitness nicht mehr im Vordergrund stand, sondern ein schöner Nebeneffekt wurde. Je mehr ich Yoga die Chance gab mehr als ein Workout zu sein, desto stärker spürte ich die heilende Kraft auf- und abseits der Yogamatte.

Nun bist du vielleicht in deinen Anfängen und möchtest dich nicht durch yogaphilosophische Texte quälen. Du hast Yoga in dein Leben integriert und fragst dich, wie die zwei Yogastunden, die du die Woche besuchst, einen Einfluss auf dein Leben haben sollen. Deswegen habe ich fünf Tipps für dich, wie du deine Yogapraxis dahingehend entwickeln kannst, mehr als ein Workout zu sein.

Atem vor Asana

Wenn du deiner Yogapraxis mehr Tiefe geben möchtest, solltest du einen kontrollierten Atem einem perfektionierten Asana vorziehen. Halte inne wenn du merkst, dass ein Asana so anspruchsvoll ist, dass dein Atem beschränkt wird, oder das Tempo der Klasse zu schnell wird. Du kannst jederzeit eine weniger intensive Option wählen oder in die Kindsstellung wechseln. Wenn dein Atem ruhig und stetig ist, sind es auch deine Gedanken. Genauso ist es, wenn der Atem unruhig wird. Auch wenn dir im Alltag etwas über den Kopf zu wachsen scheint, nimm dir bewusst eine Auszeit und atme, reflektiere und mache mit klarem Kopf weiter, um nicht dein Ziel aus den Augen zu verlieren.

Vergleiche dich nicht

Sich in einer Yogaklasse zu vergleichen gibt den Meisten kein gutes Gefühl. Denn neben dir ist eventuell die Profiballerina, die im Paschimottanasana ihre Nase zwischen die Knie steckt, nicht schwitzt und die perfekte Frisur hält. Oder du passt aus Egogründen deine Yogapraxis an andere an. Du möchtest bewundert werden, oder nicht versagen. Dieses Verhalten ist nicht nur in der Yogapraxis kontraproduktiv. Versuche deinen Fokus auf dich zu richten, schließe die Augen so oft du kannst, um in dich hineinzufühlen. Erst so kannst du Yoga zu deinem persönlichen Tool machen und dein ganz persönliches Wunder erleben. Du lernst deine persönlichen Grenzen anzuerkennen und dich dafür nicht zu verurteilen.

Stelle dein Ego hinten an

Achte bewusst darauf, wie oft du ein Asana praktizierst, das dir nicht gut tut, weil dein Ego dich dazu drängt. Wie reagierst du auf Optionen, die dein Yogalehrer dir gibt? Nimmst du, ohne in dich zu gehen, direkt die anspruchsvollste Variation des Asanas? Gehst du in das volle Rad, obwohl heute die Brücke richtig für dich wäre? Machst du einen weiteren Sonnengruß B, weil die anderen es tun, obwohl du nach einer Pause in der Kindsstellung verlangst? Stellst du einen ruhigen Geist und einen gesunden Körper hinter dein Ego? Challenge dich in deiner nächsten Yogaklasse: Versuche bewusst dein Ego hinten anzustellen und Achtsamkeit in dem zu üben, was für eine gesunde Yogapraxis notwendig ist. Du wirst sehen, dass dir auch im Alltag Dinge auffallen werden, die egogetrieben sind und so wirst du langsam zum Beobachter, der sich weniger mit diesem Ego identifiziert.

Den richtigen Yogalehrer wählen

Bietet dein Lehrer dir keine Optionen? Zwingt er dich in ein Asana oder ist unsanft in seinen Korrekturen? Dann ist es Zeit darüber nachzudenken, den Yogalehrer zu wechseln. Ich bin der Überzeugung, dass es für jeden den richtigen Lehrer gibt. Manchmal muss man hierzu ein bisschen suchen, wenn du ihn dann aber findest erkennst du ihn schnell. Er ist der, der dir den Zugang zu Yoga nicht nur auf körperlicher Ebene ermöglicht. Er inspiriert dich und verbindet dich mit deiner Kraftquelle. Er zeigt dir, wie du Yoga anwenden kannst, um dein Leben zu verbessern. Seine Lehre begleitet dich somit auch außerhalb des Yogastudios.

Integriere Yoga in den Alltag

Mein Yogablog heisst nicht umsonst Beyond my Mat. Die größte Freunde bringt Yoga abseits der Yogamatte. Neben den Yamas und Niyamas spiegelt sich idealerweise das, was du während der Yogastunde lernst, in deinem Alltag wieder. Wenn du auf der Yogamatte im Uttitha Hasta Padangustasana fällst, wirst du aufstehen und es nochmal probieren, richtig? Wende das Fallen und selbstverständliche Aufstehen auch im wahren Leben an. Aus diesem Grund praktizieren wir. Weil Yoga die Balance herstellt, die wir verloren haben.

Für mich wurde Yoga mehr als ein Workout, als ich meinen Yogastil änderte und mich in die Philosophie verliebte. Wann wurde Yoga für dich mehr als ein Workout? War es der Yogalehrer, deine eigene Neugier oder hast du Veränderungen im Alltag wahrgenommen? Ich freue mich auf deine Kommentare.

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