Mein Europa Roadtrip: Weniger Asana, mehr Aparigraha?

Am 25. Juli haben wir Deutschland mit Sack und Pack verlassen und sind sanft in unseren Europa Roadtrip gestartet. Aktuell befinden wir uns in Guethary, im Süden Frankreichs, kurz vor der spanischen Grenze und haben schon einige Kilometer hinter uns gebracht.

Das tatsächliche „Vanlife“ in unserem eigens ausgebauten Van hat erst am 5. August angefangen, da wir zu Beginn unseres Trips meine Familie in Luzern, Bern und Lyon besucht haben. Wir zählen heute also den siebten Tag unserer Europareise.

Für diejenigen, die neu auf diesem Blog sind: Wir reisen mit unserem Van an der Atlantikküste durch Frankreich und Spanien bis nach Portugal, wo wir planen unsere neue Homebase aufzubauen.

Ja, nach Bali und Marokko ist es vorerst wieder Zeit für Europa, aber weiterhin sind das Meer, gute Wellen und das digitale Nomadentum Teil unseres Lebens.

Das Leben im Van: Ein Einblick in unseren Tagesablauf

Unser Van ist zwar minimalistisch, aber trotzdem wunderschön. Wir haben den Van mit Holz verkleidet, ein ausschiebbares Bett, ein kleines Tischchen und ein Overhead Compartment eingebaut und drei Holzkisten für ausreichend Stauraum unter dem Bett verstaut. Wir haben einen Gaskocher und Camping Geschirr gekauft und bereiten unser Essen selbst zu. Duschen können wir am Strand, denn in Frankreich gibt es an fast jedem Strand Duschen und Toiletten.

Wir wachen morgens mit der Sonne auf, frühstücken und suchen uns ein Café zum Arbeiten. Später machen wir unser Workout, Jan surft und wir suchen uns einen Schlafplatz, an dem wir kostenlos stehen können. Danach kochen wir unser Abendessen und schlafen früh. Und in der Zwischenzeit genießen wir die Sonne, die schönen Aussichten und die Freiheit.

Was ich an diesem Europa Roadtrip liebe

Jan und ich sind bereits in Portugal und in Neuseeland mit dem Van unterwegs gewesen, somit ist das „Vanlife“ kein Neuland für uns. Es gibt ganz besondere Dinge an einem solchen Trip, die mit keinem Hotel, keinem Hostel oder Airbnb Erlebnis vergleichbar sind.

  • Ein mobiles Zuhause: Wenn du deinen eigenen Van hast, hast du quasi dein Mini-Zuhause auf jeder Reise mit dabei.
  • Flexibilität: Du bleibst dort stehen, wo es dir gefällt und verlässt den Ort, der dir nicht gefällt, ohne lange zu überlegen.
  • Wertschätzung: Du begreifst, dass du nicht viel brauchst, um glücklich zu sein. Eine warme Mahlzeit, ein Bett und einen tollen Reisepartner.
  • Abenteuer: Das Leben im Van ist nie langweilig. Allein starker Regen, eine Mahlzeit vorzubereiten oder eine Dusche zu finden ist keine Selbstverständlichkeit.

Was ich an diesem Europa Roadtrip nicht liebe

Es gibt auch das ein oder andere Thema, das mich nervt. Zum Beispiel eine fehlende Asanapraxis.

  • Yoga praktizieren: Seit wir diesen Roadtrip begonnen haben, habe ich meine Yogamatte nur einmal ausgerollt. Meistens sind wir von zu vielen Menschen umgeben oder es gibt keine ebene Fläche, um zu praktizieren. Ich freue mich darauf, wenn ich in Portugal ein gutes Yoga Studio finde, um wieder eine regelmäßige Yoga Praxis zu etablieren.
  • Ein Café zum Arbeiten finden: Jan und ich arbeiten online und haben uns dafür ein MiFi-Gerät und eine französische SIM-Karte gekauft, sodass wir auch im Van arbeiten können. Trotzdem müssen wir hin- und wieder Akkus aufladen und schätzen ein schönes Café zum Arbeiten, was in dieser Region nicht selbstverständlich ist. So wird die Suche nach einem Arbeitsplatz häufig anspruchsvoll. Wenn du dann aber eins findest, dann ist es eine wahre Perle.
  • Kostenlose Stehplätze finden, die nicht überlaufen sind: Was ich an einem Roadtrip liebe sind abgelegene Spots in der Natur zu finden, an denen weit und breit keine Wohnmobile zu sehen sind. Das ist in Frankreich jedoch nicht so einfach wie in Neuseeland.

Energie tanken: All you need is less

Ich denke, dass „Aparigraha Kuren“ uns helfen uns zu erden, in uns zu kehren und wieder klar zu sehen. Für mich ist es in diesen Wochen das Leben im Van. Mich lehrt diese Reise hauptsächlich, dass du nicht viel brauchst, um glücklich zu sein. Es reichen ein Bett und zwei Mahlzeiten am Tag. Außerdem schätze ich bei solchen Reisen das sonst so Selbstverständliche viel mehr: Wie zum Beispiel eine lange, warme Dusche, ohne Zuschauer.

Die nächsten Reiseziele

Wir bleiben noch einige Tage in Guethary, in der Nähe der spanischen Grenze, da es uns hier sehr gut gefällt. Wir haben einen guten Stehplatz am Strand und einen guten Surfspot für Jan gefunden. In der Nähe vom Stellplatz gibt es das schöne Café Providence Guethary, in dem wir sehr guten Kaffee bekommen und arbeiten können. Danach fahren wir weiter Richtung Spanien, um dort die Atlantikküste und gute Wanderrouten zu entdecken.

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