Bye bye, Yogalehrer Dasein: Wieso ich jetzt wieder als Schülerin auf der Matte stehe

Ich liebe Yoga. Seit ich meine intensive Yogapraxis vor etwas mehr als drei Jahren angefangen habe hat es gefunkt. Ich hatte mit Yoga DAS Tool zu meiner Ruhe- und Energiequelle gefunden und ich konnte es schon am Morgen kaum erwarten meine Yogaklasse am Abend zu besuchen. Natürlich habe ich auch die Lehrer bewundert, die mir die Yoga Praxis so wunderbar nahe brachten.

Yoga nahm einen immer größeren Stellenwert in meinem Leben ein. Ich kaufte mir Yoga Literatur, besuchte immer mehr Yoga Klassen und entwickelte eine Home Practice, sodass ich zu jeder Zeit Zugang fand.

Gerade weil Yoga so viel Platz in meinem Leben einnahm überlegte ich mir ein Yoga Teacher Training zu absolvieren und in Zukunft Yoga auf meine Weise weiterzugeben. Meine Entscheidung für ein Yoga Teacher Training traf ich dann relativ spontan. Ich entschied mich für ein Yoga Teacher Training auf Bali.

So fing alles an. In meinem Leben auf Bali und meiner dortigen Yoga Erfahrung konnte ich viel über mich selbst lernen, die Inspiration für diesen Blog schöpfen und meine Yogapraxis vertiefen.

Meine Erfahrungen als Yogalehrerin

Ich habe bereits während dem Yoga Teacher Training gemerkt, dass das Unterrichten mir Spaß macht. In der Anfangszeit gab ich private Yogastunden auf Spendenbasis, um mich auszuprobieren, mich zu verbessern und Feedback zu erhalten. Wenige Monate nach der absolvierten Yogaausbildung gab ich Privatstunden in einer schönen Villa am Meer. Mir machte das Spaß und ich bekam tolles Feedback, was mich natürlich freute und motivierte. Zudem nahm ich an weiteren Workshops und Trainings auf Bali teil.

Nachdem wir Bali verließen unterrichtete ich in Casablanca Hatha Yoga in einem bekannten Yoga Studio. Sowohl auf Bali, als auch in Marokko unterrichtete ich auf Englisch. Deswegen können viele meiner Freunde kaum glauben, dass es mir schwer fällt auf deutsch zu unterrichten. Die „Fachtermina“ habe ich auf Englisch und auf Sanskrit drauf, an das deutsche Unterrichten muss ich mich tatsächlich erstmal wieder anpassen. Erstaunlich, oder?

Warum ich aktuell nicht Yoga unterrichten will

Ich weiß, dass es großartige Yogalehrer gibt, die die Zeit finden ihre eigene Yogapraxis genauso intensiv zu betreiben, wie vor ihrer Tätigkeit als Yogalehrer. Oder dann gibt es solche Lehrer, deren Praxis sich sogar verbessert hat. Oder solche, die das Yogalehrer Dasein noch mehr erfüllt als die eigene Yogapraxis. Bei mir ist es jedoch anders.

Yogalehrer sein und der Verlust der Einfachheit

Zwar macht mir das Unterrichten Spaß, aber meine eigene Yogapraxis hat sich von Grund auf verändert.

  1. In Klassen, die ich besuchte, versuchte ich Inspiration für meine Yogaklassen zu finden.
  2. Wenn ein Lehrer etwas sagte, das ich anders gelernt und weitergegeben hatte versuchte ich auch das einzuprägen, um es später zu recherchieren.
  3. Leider fing ich auch an Lehrer in ihrem Unterrichtsstil zu bewerten.

Ich dachte, dass mir das Unterrichten noch mehr Tiefe und Freude geben würde, dabei nimmt es mir die Leichtigkeit, die ich als Schülerin so geschätzt habe.

Yoga Teacher Training ohne Yogalehrer zu werden?

Ich finde, dass jeder Yogi ein Yoga Teacher Training machen kann, unabhängig davon, ob er danach unterrichten will, oder nicht. Ein Yoga Teacher Training ist eine intensive Erfahrung mit Gleichgesinnten und gibt dir noch viel tiefere Einblicke in die Yogaphilosophie.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich Yoga als Schülerin am Meisten fühlen kann. Ohne Bewertung, ohne etwas sein zu müssen, kann ich mich in den Flow fallen lassen. Das gewinne ich jetzt wieder.

If you find a path with no obstacles it probably doesn’t lead anywhere. Frank A. Clark

Aktuell stehe ich wieder als Yogaschülerin auf der Matte und mache mein eigenes, kleines, heiliges Ding. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt?

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